Und eigentlich ist die Welt auch nur ein faszinierender Haufen bunter Schnipsel.

Wer schmeißt hier Confetti?

Moin.
Caro, 32.
Hamburg. Leipzig.
Und hoffentlich irgendwann: NYC.
Mit Mann.

Mit Dackel.
Etwas Tattooaddicted.
Oftmals Workaholic.

Gerne High-Flying.

Wannabe Traveller.

Auf der Suche.

Ein wenig anders, aber vor allem:
Happy.

 

Und: Warum?

Ich versuche es kurz zu machen: 
Ich denke, ich habe die wahre Bedeutung von Confetti erst als Erwachsene verstanden.
Meistens ist Confetti mittlerweile der Abschluss eines riesigen Events, in das man viel Arbeit, Energie und Herzblut gesteckt hat.

Es ist das Ausatmen und Loslassen am Ende. Irgendwann ist mir klar geworden, dass erst diese vielen einzelnen Schnipsel dieses bunte geliebte Chaos ausmachen - and so is life!

 

Mit meinen bunten Schnipseln hier möchte ich euch motivieren, den bunten Haufen, der da vor euch liegt und sich "Leben" schimpft, etwas mehr unter die Lupe zu nehmen und vor allem zu lieben.


Lasst uns durch die Schnipsel des Lebens bloggen!


Hoffentlich findet ihr euch zurecht.
Hier unten könnt ihr auf jeden Fall immer mit meinem neuesten Blog-Eintrag starten. *confetti*


Einfach dankbar sein.

Eigentlich liegt mein neuester Blog seit Tagen bereit und wartet nur auf seine Freigabe.

Bisher hat mir leider tatsächlich immer die liebe Zeit einen Strich durch die Rechnung gemacht

- nicht mal für 5 Klicks hat es gereicht. Traurig eigentlich, aber dennoch sollte es so sein.

Denn nun kommt es heute zu einem spontanen Blog, den ich dazwischen schieben möchte, weil das ein Augenblick war, der mich sehr berührt und endlich wieder aufgeweckt hat.

 

Grundsätzlich bin ich ein zügiger Autofahrer, immer schnell, jede Lücke ausnutzen, die Ampel noch bekommen.

Heute früh habe ich an einer Kreuzung auf dem Weg ins Büro einen Rollstuhlfahrer, einen Herrn mittleren Alters, nett gekleidet, mit kleinem weißen Hund wahrgenommen. 

Wie selbstverständlich blieb ich stehen, winkte ihm zu, um ihn über die Ampel zu lassen.

Er schaute mir daraufhin direkt in die Augen und in diesem kurzen Blick lag für mich einfach so viel, was mir Sekunden danach (und jetzt immernoch!) fast die Tränen in die Augen trieb:

Er winkte ab und deutete auf seine Ampel, die schon wieder rot geworden war. 

Sein Blick sagte jedoch alles für mich aus:

Wille, aber Resignation. 

Dankbarkeit, aber Unrealisierbarkeit. 

Abfinden mit dem Leben, wie es ist.

Nicht einfach - für ihn.

Ich kann nicht beurteilen, ob es diesem Mann gut oder schlecht geht, warum er an den Rollstuhl gefesselt ist.

Ich weiß nur, dass fast jeder von uns einfach  noch über die Ampel gehastet wäre 

- ohne darüber nachzudenken, dass diese wenigen Schritte ein absolutes Privileg sind.

Freiheit! 

Flexibilität!

Unabhängigkeit!

Entscheidungsfreiheit!

 

Dieser Augenblick  hat mich so gefesselt und mit einem lauten Rumms zurück auf die Erde geholt. Zurück ins Jahr 2011.

Damals noch als Leistungssportlerin hatte ich mit extremsten Achillessehnen-Beschwerden und -Entzündungen zu kämpfen.

Eine medizinische Lösung war eine sogenannte Röntgen-Reizbestrahlung.

Diese musste natürlich, wie der Name schon erahnen lässt, in einem Strahlenzentrum durchgeführt werden. 

In der Annahme, dass auf mir mit diesen trainingsverhindernden Schmerzen die Schwerste aller weltlichen Lasten ruhe, trat ich meine erste Behandlung an.

Und jede Sekunde in diesem Wartezimmer lies mich kleiner werden. 

Die Scham in mir dafür immer größer.

Was hatte ich mir eingebildet, meine Schmerzen zu dramatisieren, während hier kleine Kinder haarlos saßen und gegebenenfalls um ihr Leben kämpften?

Der Bestrahlungsraum war voller Masken der Gehirntumor-Patienten. Der Arzt erklärte kurz beim Einstellen meiner Behandlung, dass diese währenddessen teilweise kaum Luft bekämen. 

Das wiederum nahm mir die Luft und ich versprach mir, dankbarer zu sein, für das Gute, was ich tatsächlich ja habe!

 

Da ich nicht an Zufälle glaube, war es Schicksal, dass ich diesem Mann heute morgen begegnet bin. 

Und wenn es so sein soll:

Hallo! Herr im Rollstuhl mit dem kleinen weißen Hund von der Kreuzung in Leipzig am Subway: Danke!

Danke dafür, dass Sie mich wieder daran erinnert haben, was ich mir vor Jahren schon mal versprochen habe und in den letzten Wochen und Monaten zwischen beruflichem Stress und Klein-Kriegen untergegangen ist:

DANKBAR sein für das, was ist. 

Und wenn ich das nicht sein kann, bin ich in der Lage, es (jederzeit) einfach  zu ändern.


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Leerer Kopf.

"Und das ist alles nur in meinem Kopf...doch die Gedanken komm' und fliegen" (Andreas Bourani).


Heute war es mal ganz anders. Total ungewohnt für mich. Als es mir nach ca. 3/4 unserer Gassirunde auffiel, verwirrte es mich kurz:
Ich bin die Strecke bisher mit leerem Kopf gelaufen. Wahnsinn! Normalerweise überhäufen sich meine Gedanken:
Was kann ich besser machen? Was kann ich anders machen? Kann ich Bloggen? Wie kann ich mein Instagram-Profil verändern? Was mache ich kommende Woche zu Essen? Wie plane ich die Woche generell? Wann muss der Hund wohin?

Dann stehe ich wieder am Auto, 4 km einfach so vorbei. Aber heute war es anders.

Und es war unglaublich schön.

Aber wie kommt es zu einem leeren Kopf? Was ist überhaupt ein leeres Kopf? Ich war einfach im Hier und Jetzt. Kein: Was muss noch? Wie weiter?

Einfach: Dackel. Natur. Knirschende Steine unter den Füßen. Rauschendes Schilf. Die trainierenden Ruderer auf dem Kanal. Die Mohnblumen. Das wachsende Getreidefeld. 
Schaut, was ich alles wahrgenommen habe!

Kennt ihr das auch?

Jedenfalls hat mich das auch zu dem Entschluss gebracht, diese Zeilen hier endlich mal zu "Papier" zu bringen...
In meinem Kopf ist einfach so viel, so viel was geteilt werden möchte.

Weil ich einfach glaube, dass es da draußen noch viel mehr von euch Bekloppten gibt, die sich in ganz vielen Dingen hier wiederfinden können.
Da ich aber oftmals auch eine ganz andere, besondere Sichtweise auf das Leben habe, kann ich euch für das ein oder andere bestimmt auch mal eine Anstoß geben - und andersrum!

Und was mir sonst bei 99% meiner (bisherigen!) Spaziergängen gefehlt hat:
Der Blick für das Schöne. Das Kleine. Das Besondere. Dinge, die das Leben einfach schön machen.
Ich werde die Augen nun offen halten - und mit euch teilen!


Dieser Schnipsel heute war eindeutig... blau.

 

Eure Caro


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